Die Tax File Number, kurz TFN, ist Deine australische Steuernummer. Sie kostet nichts, wird nur einmal im Leben vergeben und gilt auch für jedes spätere australische Visum. Beantragen kannst Du sie erst, wenn Du in Australien bist. Arbeiten darfst Du aber sofort, auch ohne sie: Beim Arbeitsbeginn kreuzt Du auf einem Formular an, dass die Nummer beantragt ist, und ab da laufen 28 Tage. Liegt sie Deinem Arbeitgeber dann immer noch nicht vor, muss er 45 Prozent Deines Lohns einbehalten statt der üblichen 15.
Die ATO gibt an, dass die Nummer innerhalb von 28 Tagen nach einem vollständigen Antrag da sein sollte. In der Praxis geht es oft schneller. Beantrage in dieser Zeit auf keinen Fall ein zweites Mal, das verzögert die Sache nur.
Auf vielen Seiten steht, man solle die Steuernummer vor der Abreise beantragen. Das ist nicht möglich. Der Online-Antrag setzt voraus, dass Du Dich bereits in Australien befindest und ein Visum mit Arbeitserlaubnis hast, das zu dem Pass gehört, mit dem Du eingereist bist. Beides prüft das System gegen die Einreisedaten des Innenministeriums.
Es gibt ein Papierformular für Personen außerhalb Australiens, aber dafür braucht es einen der veröffentlichten Anlässe: australische Einkünfte, die Mitgliedschaft in einem australischen Superannuation-Fonds oder eine ABN-Beantragung. Vor dem Abflug liegt davon typischerweise nichts vor.
Das ist kein Problem, sondern nur eine Frage der Reihenfolge. Der Antrag dauert etwa eine Stunde, und Du kannst ihn am ersten Tag im Hostel erledigen, noch bevor Du mit der Jobsuche anfängst. Wer mit einer ABN arbeitet, braucht sie übrigens genauso.
Vier Dinge musst Du beisammenhaben: einen Internetzugang, Deinen Reisepass, eine australische Postadresse und eine australische Handynummer. Als Postadresse reicht die Adresse Deines Hostels, dort kennt man das und nimmt Post für Gäste an. Eine australische SIM-Karte bekommst Du am Flughafen oder in jedem Supermarkt.
Der Antrag läuft über die Website der ATO. Du gibst Passnummer, Visumsdaten und Deine Kontaktangaben ein. Am Ende bekommst Du eine Antragsnummer. Notier sie Dir, sie ist Dein Beleg, solange die eigentliche Nummer noch nicht da ist.
Ein australisches Bankkonto brauchst Du für den Antrag nicht, aber spätestens zum ersten Zahltag. Viele Banken lassen Dich das Konto schon von Deutschland aus eröffnen, und das ist der eine Schritt, der tatsächlich vorab geht.
Es gibt zwei Fristen von 28 Tagen, und sie haben nichts miteinander zu tun. Die erste ist die Bearbeitungszeit der ATO. Die zweite ist die, die Dich Geld kosten kann.
Beim Arbeitsbeginn füllst Du eine Tax File Number Declaration aus. Darauf kannst Du ankreuzen, dass die Nummer beantragt ist. Ab diesem Formular laufen 28 Tage. Hat Dein Arbeitgeber die Nummer bis dahin nicht, muss er mit 45 Prozent einbehalten, ohne Unterscheidung nach steuerlicher Ansässigkeit.
Das Geld ist nicht verloren, Du holst es Dir mit der Steuererklärung zurück. Aber bis dahin fehlt es auf Deinem Konto, und je nachdem, wann im Steuerjahr Du arbeitest, kann das ein halbes Jahr dauern. Wer im August anfängt und im Juli darauf zurückfliegt, wartet elf Monate auf sein Geld.
Zwei Angaben auf der Declaration entscheiden darüber, wie viel Dir abgezogen wird.
Die Frage nach dem steuerfreien Grundbetrag beantwortest Du mit Nein. Working Holiday Maker bekommen ihn nicht, für Dich gilt der 15-Prozent-Satz ab dem ersten Dollar. Wer hier versehentlich Ja ankreuzt, bekommt zunächst zu wenig abgezogen und muss am Ende nachzahlen.
Und dann die Frage, die Dir sonst niemand stellt: Frag Deinen Arbeitgeber, ob er als Arbeitgeber von Working Holiday Makern registriert ist. Ist er es nicht, muss er nach den höheren Sätzen für Nicht-Ansässige einbehalten. Das passiert häufiger, als man denkt, gerade bei kleinen Betrieben und bei Farmen, die zum ersten Mal Backpacker einstellen. Es ist kein Betrug und auch nicht Dein Fehler, und Du bekommst das Geld mit der Steuererklärung zurück. Aber wenn Du vorher fragst, passiert es gar nicht erst.
Die TFN ist neben Deinem Pass die sensibelste Nummer, die Du in Australien hast. Weitergeben musst Du sie genau drei Stellen: Deinem Arbeitgeber, Deiner Bank und Deinem Superannuation-Fonds. Sonst niemandem.
Kein Vermieter braucht sie, kein Hostel, keine Jobvermittlung, die Dir eine Stelle verspricht, und schon gar nicht jemand, der Dich per Mail oder SMS danach fragt. Die ATO fragt Deine Nummer nie per Nachricht ab. Wer Deine TFN zusammen mit Deinen Passdaten hat, kann in Deinem Namen eine Steuererklärung einreichen und die Erstattung auf sein Konto leiten.
Wenn Du den Verdacht hast, dass Deine Nummer in falsche Hände geraten ist, melde das der ATO. Eine neue TFN bekommst Du in diesen Fällen, aber es dauert.
Über den Online-Antrag nicht. Er setzt voraus, dass Du bereits in Australien bist und ein Visum mit Arbeitserlaubnis hast, das zu Deinem Einreisepass gehört. Das Papierformular für Personen außerhalb Australiens verlangt einen der veröffentlichten Anlässe, etwa australische Einkünfte, und der liegt vor dem Abflug meist nicht vor.
Nichts. Der Antrag bei der ATO ist kostenlos, die Nummer wird einmal im Leben vergeben und gilt auch für spätere australische Visa. Anbieter, die Geld dafür verlangen, verkaufen Dir nur das Ausfüllen des Formulars.
Ja, sofort. Beim Arbeitsbeginn kreuzt Du auf der Tax File Number Declaration an, dass die Nummer beantragt ist. Ab diesem Formular hast Du 28 Tage Zeit, sie nachzureichen.
Dann muss er 45 Prozent einbehalten statt der üblichen 15, ohne Unterscheidung nach steuerlicher Ansässigkeit. Zu viel Einbehaltenes bekommst Du mit der Steuererklärung zurück, aber erst nach dem Ende des Steuerjahres am 30. Juni.
Die ATO gibt an, dass sie innerhalb von 28 Tagen nach einem vollständigen Antrag vorliegen sollte. Stell in dieser Zeit keinen zweiten Antrag, das verzögert die Bearbeitung nur.
Nein. Working Holiday Maker bekommen ihn nicht, für sie gilt der Satz von 15 Prozent ab dem ersten verdienten Dollar. Wer hier versehentlich Ja ankreuzt, bekommt zunächst zu wenig abgezogen und muss am Ende nachzahlen.
Deinem Arbeitgeber, Deiner Bank und Deinem Superannuation-Fonds. Sonst niemandem. Die ATO fragt sie nie per Mail oder SMS ab. Wer Deine Nummer zusammen mit Deinen Passdaten hat, kann in Deinem Namen eine Steuererklärung einreichen.
Steuernummer, Bankkonto und SIM-Karte gehören in die erste Woche, nicht in die dritte. Wer damit wartet, verliert am Ende Geld, weil die 28 Tage beim ersten Job schon laufen.
Wenn Du unser Starterpaket gebucht hast, gehen wir das in Deiner ersten Woche gemeinsam mit Dir durch. Für Fragen rund um Antrag und Steuererklärung arbeiten wir mit Working Holiday Tax zusammen, einem australischen Steuerdienst für die Visa 417 und 462.
Stand September 2026. Alle Beträge gelten für das australische Steuerjahr 2026/27. Dieser Text ist allgemeine Information und keine Steuerberatung.
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